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Blaugelbes Schwalbenschwänzchen, Chromis vanderbilti
| Deutscher Name: | Blaugelbes Schwalbenschwänzchen |
| Wissenschaftlich: | Chromis vanderbilti |
| Synonyme: | Vanderbilts Schwalbenschwänzchen, Vanderbilt-Chromis |
| Herkunft: | Tropischer Pazifik von Taiwan und Südjapan bis Hawaii, Pitcairn und zum Great Barrier Reef |
| Riffaquarium-tauglich: | Riffaquarium geeignet, friedlich gegenüber Korallen und Wirbellosen |
| Verträglichkeit: | Friedlicher Schwarmfisch, in Gruppen ab vier bis fünf Tieren halten |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | ab etwa 300 Litern für eine Gruppe |
| Futter: | Feines Frostfutter wie Mysis, Artemia, Cyclops, dazu Flocken- und Granulatfutter |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach bis mittel, anfangs etwas empfindlich |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich nicht sicher zu unterscheiden |
| Zucht möglich: | Im Aquarium bisher kaum dokumentiert |
| Maximale Größe: | etwa 5 bis 6 cm |
| Liefergröße: | ca. 3,0-4,0 cm |
Herkunft von Blaugelbes Schwalbenschwänzchen (Chromis vanderbilti)
Das Blaugelbe Schwalbenschwänzchen ist im tropischen Pazifik weit verbreitet. Sein Lebensraum erstreckt sich von Taiwan und den Philippinen über Papua-Neuguinea, Australien und Neukaledonien bis zu den Inselwelten von Fidschi, Samoa, Tonga und Französisch-Polynesien und weiter bis Hawaii und zu den Pitcairninseln, nördlich bis zu den Izu-Inseln vor Japan. Die Art besiedelt vor allem exponierte äußere Riffhänge und felsige Küstenriffe mit klarem, gut durchströmtem Wasser in Tiefen von etwa zwei bis zwanzig Metern. Dort stehen die kleinen Fische in lockeren Schwärmen dicht über dem Riff und picken Zooplankton aus der Strömung. Nähert sich ein Feind, ziehen sich die Tiere blitzschnell in Spalten und zwischen Korallenäste zurück. Auffällig ist die Färbung: Der Rücken schimmert olivgelb bis goldgelb, der Bauch ist hell, und an den Flanken verlaufen feine blaue Linien aus Punkten. Die tief eingeschnittene Schwanzflosse zeigt dunkle Säume an den Spitzen. Ursprünglich wurde die Art von Fowler im Jahr 1941 beschrieben und lange in der großen Gattung Chromis geführt, bis genetische Untersuchungen sie der Gattung Pycnochromis zuordneten.
Eignung für das Riffaquarium
Für das Riffaquarium ist das Blaugelbe Schwalbenschwänzchen sehr gut geeignet. Steinkorallen, Weichkorallen, Anemonen, Garnelen und andere Wirbellose werden nicht behelligt. Die Art ernährt sich im Freiwasser und belebt mit ihrem Schwarmverhalten gerade größere Riffaquarien mit offenen Schwimmräumen.
Vergesellschaftung und Verhalten
Die Art ist ein ausgesprochen friedlicher Schwarmfisch und sollte in einer Gruppe von mindestens vier, besser sechs oder mehr Tieren gepflegt werden. Kleinere Rangeleien innerhalb der Gruppe sind normal, schwere Auseinandersetzungen selten. Gegenüber anderen Fischen verhält sie sich unauffällig. Ruppige Riffbarsche, große Zwergbarsche oder räuberische Fische können die zarten Tiere jedoch stark einschüchtern und sollten vermieden werden. Am besten setzt man die ganze Gruppe gleichzeitig ein.
Wasserwerte und Temperatur
Im Meerwasseraquarium sind stabile Riffbedingungen ideal: Dichte 1,023 bis 1,025 bei 25 °C, entsprechend etwa 33 bis 35 Promille Salzgehalt, pH-Wert 8,1 bis 8,4, Karbonathärte 7 bis 10 °dKH und Temperatur 24 bis 27 °C. Gute Sauerstoffversorgung, kräftige Strömung und niedrige Nährstoffwerte sind für diese Freiwasserschwimmer wichtig.
Aquarium und Einrichtung
Für eine Gruppe ist ein Aquarium ab etwa 300 Litern mit ausreichend freiem Schwimmraum über dem Riffaufbau empfehlenswert. Spalten und Höhlen im Gestein dienen als Rückzugsort in der Nacht und bei Störungen.
Futter und Futterumstellung
Als Planktonfresser benötigt das Blaugelbe Schwalbenschwänzchen feines, eiweißreiches Futter in mehreren kleinen Portionen am Tag. Gut angenommen werden Mysis, Artemia, Cyclops, Bosmiden, Hummereier und Krill in passender Größe, ergänzt durch feines Flocken- und Granulatfutter. Vitaminreiches Futter unterstützt die kräftige Gelbfärbung. Die Umstellung auf Frost- und Trockenfutter gelingt in der Regel problemlos.
Eingewöhnung
Die ersten Tage nach dem Import sind für diese zierlichen Fische die heikelste Phase. Der Beutel wird zunächst etwa 15 bis 20 Minuten zum Temperaturausgleich auf die Wasseroberfläche gelegt. Danach wird der Salzgehalt mit der Tropfmethode über 30 bis 60 Minuten langsam angeglichen, bevor die Tiere ohne Transportwasser umgesetzt werden. Eine gedämpfte Beleuchtung, ruhige Mitbewohner und eine gute Wasserqualität mit UV-Klärer verringern das Krankheitsrisiko in der ersten Woche.
Geschlechtsunterschiede
Männchen und Weibchen lassen sich äußerlich nicht sicher unterscheiden. Während der Balz und Laichzeit können Männchen kurzzeitig dunkler gefärbt sein und einen kleinen Bereich am Boden verteidigen.
Zucht
Wie andere Schwalbenschwänzchen laicht die Art am Substrat, wobei das Männchen das Gelege bewacht. Gezielte Nachzuchten im Aquarium sind bisher kaum dokumentiert, da die winzigen Larven eine lange Planktonphase durchlaufen und sehr feines Lebendfutter benötigen.
Endgröße und Lebenserwartung
Das Blaugelbe Schwalbenschwänzchen erreicht eine Länge von etwa 5 bis 6 Zentimetern. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.