49,99 €*
15 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 1,50 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Flammen-Fahnenbarsch, Pseudanthias cooperi
| Deutscher Name: | Flammen-Fahnenbarsch |
| Wissenschaftlich: | Pseudanthias cooperi |
| Synonyme: | Dreifarbiger Fahnenbarsch, Rotbalken-Fahnenbarsch, Coopers Fahnenbarsch, Red-Bar Anthias, Coopers Anthias |
| Herkunft: | Indopazifik von Ostafrika bis Samoa, Südjapan und Großes Barriereriff |
| Riffaquarium-tauglich: | Riffgeeignet; Korallen werden nicht beachtet, Kleinstkrebse sind Beute |
| Verträglichkeit: | Haremsgruppe mit einem Männchen und mehreren Weibchen oder Einzeltier |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 7–11 °dKH, Nitrat niedrig |
| Temperatur: | 23–27 °C |
| Beckengröße: | Einzeltier ab etwa 300 Liter, Gruppe ab etwa 500 Liter |
| Futter: | Mehrmals täglich Mysis, Artemia, Copepoden und feines Plankton-Frostfutter |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel bis anspruchsvoll, für Riffaquarianer mit Erfahrung |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen rosa mit rotem Querbalken, Weibchen orange-rötlich mit roter Schwanzflosse |
| Zucht möglich: | Freilaicher, im Aquarium bisher ohne nennenswerte Nachzuchten |
| Maximale Größe: | Bis etwa 14 cm, meist um 12 cm |
| Liefergröße: | ca. 6,0-7,0 cm |
Herkunft von Flammen-Fahnenbarsch (Pseudanthias cooperi)
Der Flammen-Fahnenbarsch ist im tropischen Indopazifik weit verbreitet. Sein Areal reicht von der ostafrikanischen Küste über die Malediven, Indonesien und die Philippinen bis nach Samoa und zu den Linieninseln, im Norden bis nach Südjapan und Taiwan und im Süden bis zum Großen Barriereriff. Die Art lebt an strömungsreichen Außenriffen und Riffkanten, meist in Tiefen zwischen zehn und sechzig Metern, vereinzelt bis über neunzig Meter. Erwachsene Tiere halten sich gern über offenem Untergrund mit niedrigen Riffstrukturen und einzelnen Korallenblöcken auf, wo sie in kleinen, lockeren Trupps im Freiwasser stehen und vorbeitreibendes Zooplankton aufnehmen. Jungtiere findet man auch in flacheren, küstennahen Riffbereichen. Weil der Fisch überwiegend tiefer lebt, ist er empfindlich gegenüber schlechter Behandlung beim Fang und braucht eine ruhige Eingewöhnung. Im Handel wird er auch unter dem älteren Namen Pseudanthias kashiwae geführt, der heute als Synonym gilt. Der Name Dreifarbiger Fahnenbarsch beschreibt treffend die Weibchen und Jungtiere, die oben rötlich, unten gelblich-orange bis blassrosa und mit roter Schwanzflosse gefärbt sind. Ausgewachsene Männchen sind rosa und tragen in der Körpermitte einen kurzen, kräftig roten Querbalken. Die Art ist nach der Roten Liste nicht gefährdet.
Eignung für das Riffaquarium
Für das Riffaquarium ist der Flammen-Fahnenbarsch gut geeignet. Steinkorallen, Weichkorallen, Muscheln und Anemonen werden nicht angerührt. Größere Putzer- und Partnergarnelen sind in der Regel sicher, sehr kleine Garnelen, Copepoden und Flohkrebse gehören dagegen zur natürlichen Beute. Ein strukturreicher Aufbau mit Überhängen und Höhlen bietet nachts Schlafplätze und tagsüber Rückzug.
Vergesellschaftung und Verhalten
In der Natur leben Fahnenbarsche in Haremsgruppen, in denen ein Männchen mehrere Weibchen anführt. Im Aquarium hält man entweder ein einzelnes Tier oder eine Gruppe mit einem Männchen und mehreren Weibchen; zwei Männchen vertragen sich nicht. Gegenüber anderen Fahnenbarschen kann die Art deutlich dominant auftreten, deshalb sollte man Vergesellschaftungen mit verwandten Arten nur in sehr großen Becken wagen. Mit friedlichen Riffbewohnern wie Grundeln, Kardinalbarschen, kleinen Doktorfischen oder Zwerglippfischen ist das Zusammenleben meist unproblematisch. Hektische, futterneidische Mitbewohner verdrängen den Fahnenbarsch dagegen leicht von der Futterstelle.
Wasserwerte und Temperatur
Gewünscht sind stabile Riffwerte: Dichte 1,023 bis 1,025 bei 25 °C (etwa 34 bis 35 Promille Salzgehalt), pH-Wert 8,1 bis 8,4, Karbonathärte 7 bis 11 °dKH, Temperatur 23 bis 27 °C. Nitrat und Phosphat sollten niedrig, der Sauerstoffgehalt hoch sein. Eine kräftige, wechselnde Strömung entspricht dem natürlichen Lebensraum an den Riffkanten.
Aquarium und Einrichtung
Als aktiver Freiwasserschwimmer braucht der Flammen-Fahnenbarsch viel Schwimmraum vor dem Riffaufbau. Für ein Einzeltier sind etwa 300 Liter mit mindestens 120 Zentimetern Kantenlänge sinnvoll, für eine Haremsgruppe eher 500 Liter und mehr. Das Becken muss gut abgedeckt sein, denn Fahnenbarsche springen bei Schreck oder Rangeleien gern aus dem Wasser.
Futter und Futterumstellung
Als Planktonfresser nimmt der Flammen-Fahnenbarsch über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten auf. Geeignet sind Mysis, angereicherte Artemia, Copepoden, Calanus und feines Plankton-Frostfutter, später auch hochwertiges Granulat oder Flockenfutter. Mindestens drei Fütterungen am Tag sind ideal, ein Refugium mit Copepoden und Flohkrebsen liefert zusätzlich lebende Nahrung. Wird zu selten gefüttert, magern die Tiere ab.
Eingewöhnung
Die Eingewöhnung sollte langsam erfolgen: Den Beutel zunächst schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht, danach über die Tropfmethode innerhalb von etwa einer Stunde den Salzgehalt anpassen. Das Licht bleibt am ersten Tag gedimmt. Anfangs hilft ein ruhiges Becken mit vielen Verstecken; frisches Frostfutter wie Mysis und Artemia regt die Futteraufnahme an.
Geschlechtsunterschiede
Fahnenbarsche sind protogyne Zwitter: Alle Tiere entwickeln sich zunächst zu Weibchen, und das ranghöchste Weibchen kann sich zum Männchen umwandeln, wenn kein Männchen vorhanden ist. Weibchen und Jungtiere sind oben rötlich, nach unten gelblich-orange bis blassrosa gefärbt und haben eine rote Schwanzflosse, die Flossensäume schimmern hellblau. Männchen sind rosa mit einem kurzen, karminroten Querbalken in der Körpermitte. Ein Geschlecht wird bei der Liefergröße von 6 bis 7 cm nicht zugesichert.
Zucht
Der Flammen-Fahnenbarsch laicht im Freiwasser ab, Eier und Larven treiben im Plankton. Gezielte Nachzuchten im Aquarium sind bislang nicht bekannt geworden, die Tiere im Handel stammen aus Wildfang.
Endgröße und Lebenserwartung
Der Flammen-Fahnenbarsch erreicht etwa 14 Zentimeter Gesamtlänge, meist bleibt er um 12 Zentimeter. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Temperaturbereiche: | Warm (24-26°C) - heizen |
|---|
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.