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Pyjama-Kardinalbarsch, Sphaeramia nematoptera, ca. 3,0-4,0 cm
| Deutscher Name: | Pyjama-Kardinalbarsch |
| Wissenschaftlich: | Sphaeramia nematoptera |
| Synonyme: | Pyjama-Kardinal, Pajama Cardinalfish, Spotted Cardinalfish, Polka-dot Cardinalfish, Coral Cardinalfish |
| Herkunft: | Tropischer Westpazifik, von Indonesien bis Fidschi und zum Great Barrier Reef |
| Riffaquarium-tauglich: | Korallen: geeignet; Garnelen und kleine Wirbellose: bedingt geeignet |
| Verträglichkeit: | Friedlicher Schwarmfisch, in kleinen Gruppen ab drei Tieren am besten |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025 (33–35 ‰), pH 8,1–8,4, KH 8–12 °dKH |
| Temperatur: | 24–26 °C (verträgt etwa 22–28 °C) |
| Beckengröße: | Für eine kleine Gruppe ab ca. 200 Liter empfohlen |
| Futter: | Mysis, Artemia, feines Frostfutter, Granulat; abends füttern |
| Schwierigkeitsgrad: | Einsteigergeeignet bei ruhigem, eingefahrenem Becken |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich kaum erkennbar; Weibchen werden teils etwas größer |
| Zucht möglich: | Maulbrüter (Männchen); Aufzucht der planktonischen Larven anspruchsvoll |
| Maximale Größe: | Adult ca. 8–9 cm; Lebenserwartung meist ca. 4–6 Jahre |
| Liefergröße: | ca. 3,0-4,0 cm |
Herkunft von Pyjama-Kardinalbarsch (Sphaeramia nematoptera)
Der Pyjama-Kardinalbarsch stammt aus dem tropischen Westpazifik. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Indonesien und den Philippinen über Japans Ryukyu-Inseln und Neuguinea bis nach Fidschi und südwärts zum australischen Great Barrier Reef. Dort lebt er in geschützten Lagunen und ruhigen Riffbereichen in geringen Tiefen von etwa einem bis fünfzehn Metern. Tagsüber steht er gern in lockeren Gruppen zwischen den Ästen verzweigter Steinkorallen, in Felsüberhängen oder im Schutz von Seeigelstacheln. Mit der Dämmerung beginnt seine aktive Zeit: Dann jagt er in Bodennähe nach Zooplankton und kleinen Krebstieren. Die großen Augen sind eine Anpassung an diese Lebensweise. Die Art gilt nach der Roten Liste als nicht gefährdet und ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Meerwasserhandels. Neben Wildfängen werden auch Nachzuchten angeboten, weil sich der Maulbrüter im Aquarium vermehren lässt. Für diesen Artikel ist keine Nachzucht angegeben; über die Herkunft der gelieferten Tiere sollte daher beim Lieferanten nachgefragt werden. Die hier angebotene Größe von 3–4 cm entspricht noch einem Jungfisch, der bis zur Endgröße deutlich zulegt.
Eignung für das Riffaquarium
Gegenüber Korallen ist der Pyjama-Kardinalbarsch geeignet: Er knabbert weder an Steinkorallen noch an Weichkorallen oder Anemonen und hält sich im Gegenteil gern zwischen verzweigten Korallenästen auf. Gegenüber Garnelen und anderen Wirbellosen ist er nur bedingt geeignet. Als nachtaktiver Planktonjäger nimmt er kleine Krebstiere ins Maul. Winzige Garnelen, Jungtiere und Copepoden können deshalb zur Beute werden, während größere Garnelen, Einsiedler, Schnecken und Seesterne in der Regel nicht in sein Beuteschema passen. Eine Garantie gibt es nicht, weil das Verhalten von Tier zu Tier schwanken kann. Giftigkeit oder besondere Gefahren für den Pfleger sind bei dieser Art nicht bekannt. Wie bei fast allen Meerwasserfischen ist eine gut schließende Abdeckung sinnvoll, falls ein Tier bei Schreck oder Stress aus dem Becken springt.
Vergesellschaftung und Verhalten
Der Pyjama-Kardinalbarsch ist ausgesprochen friedlich und fühlt sich in einer kleinen Gruppe am wohlsten, am besten ab drei Tieren. Innerhalb der Gruppe bildet sich eine Rangordnung, die meist ohne ernsthafte Auseinandersetzungen auskommt. Sobald sich Paare finden, können diese aber ihre Umgebung etwas energischer verteidigen, was bei genügend Platz und Verstecken in der Regel glimpflich bleibt. Gute Gesellschafter sind andere ruhige Fische wie Grundeln, Schleimfische, Zwergbarsche oder friedliche Riffbarsche. Mit sehr aggressiven, hektischen oder großen Raubfischen sollte man ihn nicht vergesellschaften: Er ist selbst ein Beutefisch und kann von robusteren Beckengenossen gejagt, weggedrängt oder um sein Futter gebracht werden. Eigene Reviere verteidigt er kaum. Wichtig sind schattige Zonen und Höhlen, in denen sich die Gruppe tagsüber sammeln kann.
Wasserwerte und Temperatur
Der Pyjama-Kardinalbarsch verlangt stabile, sauber gepflegte Meerwasserwerte. Empfohlen werden eine Dichte von 1,023–1,025 (entspricht etwa 33–35 ‰ Salzgehalt), ein pH-Wert von 8,1–8,4 und eine Karbonathärte von etwa 8–12 °dKH. Die Temperatur sollte bei 24–26 °C liegen; kurzzeitig werden Werte von etwa 22 bis 28 °C toleriert. Dauerhaft hohe Temperaturen belasten den Stoffwechsel und senken die Sauerstoffsättigung. Ammoniak und Nitrit müssen nicht messbar sein, Nitrat sollte niedrig gehalten werden. Entscheidend sind weniger Spitzenwerte als gleichmäßige Bedingungen: Größere Schwankungen von Salzgehalt, Temperatur oder Alkalinität sind für den Fisch deutlich belastender als ein Wert am Rand des Wunschbereichs. Eine schwache bis mittlere Strömung und gedämpftes Licht kommen ihm entgegen.
Aquarium und Einrichtung
Für eine kleine Gruppe von drei bis fünf Tieren empfehlen wir ein Becken ab etwa 200 Litern. Die Angaben im Handel reichen von rund 100 bis 250 Litern, wobei die kleineren Werte eher für ein Paar oder einen kleinen Trupp in einem sehr ruhigen Becken gelten. Der erwachsene Fisch wird 8–9 cm lang und braucht neben Wasservolumen vor allem Struktur: Ein Riffaufbau mit Höhlen, Überhängen und verzweigten Korallenskeletten oder lebenden Steinkorallen bietet Tageseinstände, in denen die Gruppe zusammenstehen kann. Die Art schwimmt eher gemächlich und freischwebend, daher sind offene Zonen vor dem Aufbau willkommen. Wegen des möglichen Springens bei Schreck sollte das Becken abgedeckt sein. Das Becken sollte bereits biologisch eingefahren sein.
Futter und Futterumstellung
Im Meer frisst die Art vor allem Zooplankton, das sie in der Dämmerung und nachts jagt. Im Aquarium nimmt sie nach Eingewöhnung ein breites Futterspektrum an: Frostfutter wie Mysis, Artemia und gehackte Meeresfrüchte, feines Granulat und Flocken sowie gelegentlich Lebendfutter wie Artemia-Nauplien. Bei Neuankömmlingen dauert die Umstellung manchmal etwas, und gerade Wildfänge nehmen zunächst bevorzugt Frostfutter an. Erst danach lassen sich Trockenfutter und Granulat schrittweise anbieten, indem man sie in kleinen Mengen unter das gewohnte Futter mischt. Die beste Fütterungszeit ist der späte Nachmittag oder Abend, wenn die Tiere aktiv werden. Mehrere kleine Portionen pro Tag sind besser als eine große Mahlzeit. Achte darauf, dass auch scheue Gruppenmitglieder ausreichend Futter bekommen und nichts ungefressen im Becken zurückbleibt.
Eingewöhnung
Die Eingewöhnung sollte ruhig und langsam erfolgen. Lass den Transportbeutel zunächst eine Weile im Becken schwimmen, damit sich die Temperatur angleichen kann. Anschließend wird der Inhalt in einen sauberen Eimer überführt und das Beckenwasser per Tropfmethode über ein bis zwei Stunden zugegeben, damit sich Salzgehalt, pH-Wert und Wasserchemie behutsam angleichen. Das Transportwasser gehört nicht ins Becken. Setze die Tiere am besten bei gedämpftem Licht oder am Abend ein und füttere am ersten Tag nur wenig. Als nachtaktive Fische brauchen Pyjama-Kardinalbarsche mitunter einige Tage, bis sie sich an die Beleuchtung und den Tagesrhythmus im Becken gewöhnt haben. Verstecke im Riffaufbau erleichtern das Einleben. Eine Quarantäne neuer Fische und die Beobachtung von Atmung, Haut und Fressverhalten sind grundsätzlich empfehlenswert.
Geschlechtsunterschiede
Männchen und Weibchen lassen sich äußerlich nicht zuverlässig unterscheiden. Weibchen können etwas größer werden, doch dieses Merkmal ist unsicher und bei Jungtieren kaum zu nutzen. Am sichersten erkennt man das Männchen, wenn es Eier im Maul trägt: Dann ist der Kehlbereich auffällig gedehnt, und das Tier frisst kaum. Wer Paare erhalten möchte, setzt am besten mehrere Jungtiere gemeinsam ein und lässt sie selbst zueinanderfinden.
Zucht
Der Pyjama-Kardinalbarsch ist ein Maulbrüter. Nach der Paarung nimmt das Männchen die befruchteten Eier ins Maul und trägt sie etwa eine Woche, bis die Larven schlüpfen. In dieser Zeit frisst es normalerweise wenig oder gar nicht. In Aquarien wurden Laichintervalle von rund 13 bis 18 Tagen beobachtet, und die Art wurde schon mehrfach nachgezüchtet. Die Aufzucht der sehr kleinen, planktonisch lebenden Larven ist aber anspruchsvoll: Sie brauchen winziges Lebendfutter wie Rädertierchen und eine gesonderte Aufzuchtumgebung. Im Gesellschaftsbecken werden die Jungfische meist schnell gefressen. Wer züchten möchte, sollte ein Paar mit ruhigen Beckenbedingungen halten und die Brutpflege nicht stören.
Endgröße und Lebenserwartung
Erwachsene Pyjama-Kardinalbarsche erreichen etwa 8–9 cm Gesamtlänge; die hier angebotenen 3–4 cm sind Jungfische. Zur Lebenserwartung gibt es in der Fachliteratur abweichende Angaben. Für gut gepflegte Tiere im Aquarium wird meist eine Spanne von etwa 4 bis 6 Jahren genannt, einzelne Pfleger berichten von deutlich längerer Haltung. Verlässliche Zahlen aus dem Freiland liegen nicht vor. Stabile Wasserwerte, ruhige Mitbewohner, abwechslungsreiche Ernährung und eine behutsame Eingewöhnung wirken sich positiv aus; eine Garantie lässt sich daraus nicht ableiten.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.