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Talbots Demoiselle, Chrysiptera talboti
| Deutscher Name: | Talbots Demoiselle |
| Wissenschaftlich: | Chrysiptera talboti |
| Synonyme: | Talbot's Demoiselle, Talbots Riffbarsch, Talbot-Riffbarsch |
| Herkunft: | Östlicher Indischer Ozean und Westpazifik, von Indonesien und den Philippinen bis Australien und Fidschi |
| Riffaquarium-tauglich: | Geeignet – lässt Korallen, Garnelen und andere Wirbellose in Ruhe |
| Verträglichkeit: | Einzeln oder als Paar; mit zunehmendem Alter revierbildend, nicht mit sehr scheuen Zwergarten |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025 (ca. 34–35 ‰), pH 8,1–8,4, KH 7–11 °dH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | Ab etwa 200 Litern mit gut strukturiertem Riffaufbau |
| Futter: | Zooplanktonfresser: Mysis, Artemia, Copepoden, Granulat und Flockenfutter |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach – robust und gut für Einsteiger geeignet |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich kaum zu unterscheiden; Weibchen zur Laichzeit etwas fülliger |
| Zucht möglich: | Haftlaicher; Männchen bewacht das Gelege, Aufzucht der Larven sehr aufwendig |
| Maximale Größe: | Bis etwa 6 cm |
| Liefergröße: | ca. 3,0-4,0 cm |
Herkunft von Talbots Demoiselle (Chrysiptera talboti)
Die Talbots Demoiselle stammt aus dem tropischen Indopazifik und ist vor allem im östlichen Indischen Ozean und im westlichen Pazifik verbreitet. Ihr Areal reicht von Indonesien, den Philippinen, Vietnam und Palau über Papua-Neuguinea und die Korallensee bis zum Great Barrier Reef, zu den vorgelagerten Riffen im Nordwesten Australiens und nach Fidschi. Die Art bewohnt Lagunen, Riffdächer mit reichem Korallenbewuchs und äußere Riffhänge in Tiefen von etwa sechs bis fünfunddreißig Metern. Dort schwebt sie meist knapp über dem Untergrund in der Nähe von Stein- und Weichkorallen, zwischen deren Ästen sie bei Gefahr blitzschnell Schutz sucht. Ihre Nahrung besteht überwiegend aus Zooplankton, das sie aus der vorbeiströmenden Wassersäule pickt. Auffällig ist die Färbung: Der zart lilagraue bis bräunliche Körper kontrastiert mit dem leuchtend gelben Kopf und den gelben Bauchflossen, und am hinteren Ende der Rückenflosse sitzt ein großer schwarzer Augenfleck. Je nach Fundgebiet kann die Grundfarbe etwas heller oder dunkler ausfallen. Benannt wurde die Art nach dem australischen Ichthyologen Frank Talbot. Sie gehört zu den kleineren und vergleichsweise friedlichen Vertretern der Riffbarsche, was sie für das Gesellschafts- und Riffaquarium interessant macht.
Eignung für das Riffaquarium
Im Riffaquarium ist die Talbots Demoiselle uneingeschränkt geeignet. Sie frisst weder an Stein- noch an Weichkorallen, lässt Anemonen, Muscheln und Schnecken in Ruhe und stellt auch für Putzer- und Partnergarnelen keine Gefahr dar. Lediglich sehr kleine, frisch geschlüpfte Krebstierlarven und Copepoden werden als Futter genutzt, was im Riff eher erwünscht ist. Ein dicht mit Korallen besetztes Becken bietet ihr die Verstecke, die sie für ein sicheres Gefühl braucht.
Vergesellschaftung und Verhalten
Für einen Riffbarsch gilt sie als verträglich, doch wie viele Demoisellen wird sie mit zunehmendem Alter revierbezogener und verteidigt ihren Lieblingsplatz gegenüber gleich großen oder ähnlich gefärbten Fischen. Am besten pflegt man sie einzeln oder als Paar; eine kleine Gruppe gelingt nur in großen Becken mit vielen Rückzugsorten und wenn alle Tiere gleichzeitig eingesetzt werden. Gut passen Grundeln, Kardinalbarsche, Zwergkaiserfische und friedliche Lippfische. Sehr scheue Arten wie Mandarinfische oder Feenbarsche sollten in kleineren Becken nicht mit ihr vergesellschaftet werden, sehr große Raubfische sind wegen der geringen Größe ungeeignet.
Wasserwerte und Temperatur
Die Art ist robust und verzeiht kleinere Schwankungen, gedeiht aber am besten bei stabilen Riffbedingungen: Dichte 1,023 bis 1,025 bei 25 °C, was einem Salzgehalt von etwa 34 bis 35 Promille entspricht, pH-Wert 8,1 bis 8,4, Karbonathärte 7 bis 11 °dH und eine Temperatur von 24 bis 27 °C. Nitrat und Phosphat sollten im üblichen Riffbereich niedrig gehalten werden, regelmäßige Teilwasserwechsel und eine gute Strömung kommen ihr entgegen.
Aquarium und Einrichtung
Trotz der geringen Endgröße empfiehlt sich ein Becken ab etwa 200 Litern, damit sich Reviere nicht überschneiden und ausreichend Schwimmraum vor dem Riffaufbau bleibt. Wichtig sind viele Spalten, Höhlen und verzweigte Korallen als Unterschlupf. Bei einem Paar oder einer Gruppe sollte das Volumen entsprechend größer gewählt werden.
Futter und Futterumstellung
Als Planktonfresser nimmt die Talbots Demoiselle nahezu jedes geeignete Futter an. Bewährt haben sich Frostfutter wie Mysis, Artemia, Copepoden und Cyclops, ergänzt durch hochwertiges Granulat und Flockenfutter mit pflanzlichem Anteil. Mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt entsprechen ihrer natürlichen Lebensweise und halten Färbung und Kondition stabil. Die Umstellung auf Frost- und Trockenfutter gelingt in der Regel problemlos.
Eingewöhnung
Nach dem Transport wird der Beutel zunächst etwa 15 Minuten im Becken schwimmen gelassen, damit sich die Temperatur angleicht. Anschließend wird über die Tropfmethode innerhalb von 30 bis 60 Minuten langsam Aquarienwasser zugegeben, bis Salzgehalt und pH angeglichen sind. Danach den Fisch ohne Transportwasser einsetzen und das Licht für einige Stunden gedimmt lassen. Bestehende Revierbesitzer können in den ersten Tagen mit einer Umgestaltung des Aufbaus oder einer kurzen Fütterung abgelenkt werden.
Geschlechtsunterschiede
Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden. Zur Laichzeit wirkt das Weibchen durch den Laichansatz etwas fülliger, und die kleine Genitalpapille ist dann deutlicher zu erkennen. Paare finden sich am sichersten, wenn mehrere Jungtiere zusammen aufwachsen.
Zucht
Wie andere Riffbarsche ist die Art ein Haftlaicher, der seine Eier auf eine gereinigte harte Fläche legt. Das Männchen bewacht und befächelt das Gelege bis zum Schlupf nach wenigen Tagen. Die winzigen planktischen Larven benötigen anschließend Rädertierchen und feinstes Lebendplankton, weshalb eine Aufzucht im Hobby zwar möglich, aber sehr aufwendig ist.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Talbots Demoiselle erreicht eine Gesamtlänge von etwa 6 cm und bleibt damit einer der kleineren Riffbarsche. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Temperaturbereiche: | Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.