Payara, Hundezahnsalmler, Hydrolycus scomberoides
139,09 €*
42 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 4,20 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Payara, Hundezahnsalmler, Hydrolycus scomberoides
| Deutscher Name: | Hundezahnsalmler |
| Wissenschaftlich: | Hydrolycus scomberoides |
| Synonyme: | Payara, Vampire Tetra, Cynopotamus scomberoides (veraltet) |
| Herkunft: | Südamerika (Amazonas, Orinoko, Guyana-Gebiet) |
| Gesellschafts-Aquarium: | nur mit sehr großen Fischen |
| Wasserwerte: | weich bis mittelhart, pH 6,0–7,5 |
| Temperatur: | ca. 24–30 °C |
| Beckengröße: | ab 300 cm für adulte Tiere |
| Bepflanzung: | kaum nötig, viel freier Schwimmraum, robuste Randbepflanzung |
| Futter: | carnivor, Futterfische, Fischfilet, Garnelen, große Frostfutterarten |
| Geschlechts-Unterschiede: | äußerlich kaum zu erkennen |
| Zucht möglich: | nicht im Aquarium gelungen |
| Maximale Größe: | bis zu 120 cm, im Aquarium deutlich kleiner |
| Liefergröße: | ca. 8–15 cm |
| Mit Zwerggarnelen verträglich: | nicht geeignet |
Herkunft des Hundezahnsalmlers (Hydrolycus scomberoides)
Der Hundezahnsalmler, auch unter den Namen Payara oder Vampire Tetra bekannt, ist ein außergewöhnlicher Raubfisch aus dem Amazonas- und Orinoko-Gebiet. Mit seinen stark verlängerten, dolchartigen Fangzähnen im Unterkiefer und seinem stromlinienförmigen Körperbau erinnert er an einen Raubfisch aus der Urzeit. Er bewohnt schnell fließende Flüsse und tiefe Hauptströme, wo er auf Sicht jagt und kleinere Fische blitzschnell erbeutet. Diese markante Art gehört zur Familie der Echten Salmler (Characidae), unterscheidet sich aber deutlich im Verhalten und in den Haltungsansprüchen von typischen Schwarmfischen.
Hundezahnsalmler im Gesellschafts-Aquarium
Eine Vergesellschaftung ist nur mit sehr großen, robusten Fischen möglich, die nicht ins Beuteschema des Payara passen. Kleinere Fische oder wirbellose Tiere werden fast ausnahmslos als Nahrung betrachtet. Auch innerartlich kann es zu Unverträglichkeiten kommen – ausreichend Raum, Sichtschutz und gute Wasserqualität sind entscheidend, um Stress und Verletzungen zu vermeiden.
Passende Wasserparameter
Der Payara bevorzugt weiches bis leicht mittelhartes Wasser mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Die Wasserqualität sollte stabil, sauber und sauerstoffreich sein. Eine kräftige Strömung simuliert den natürlichen Lebensraum und fördert das natürliche Verhalten. Nitratarme Verhältnisse sind besonders wichtig für empfindliche Jungtiere.
Haltungstemperatur
Die ideale Haltungstemperatur liegt zwischen 24 und 30 °C. Besonders aktiv zeigt sich Hydrolycus scomberoides bei Temperaturen um 26–28 °C. Dauerhaft kühlere oder stark schwankende Bedingungen führen zu Appetitlosigkeit und Stress. Eine stabile Heizung ist Pflicht in der Haltung dieses anspruchsvollen Raubfischs.
Die Beckengröße für Hydrolycus scomberoides
Für die dauerhafte Haltung ist ein Becken ab 300 cm Länge mit mindestens 1.000 Litern Volumen erforderlich. Der Hundezahnsalmler benötigt extrem viel Schwimmraum, da er sehr aktiv ist und ruckartige Bewegungen mit hoher Geschwindigkeit durchführt. Hindernisse, scharfe Kanten und enge Aufbauten sollten vermieden werden, um Verletzungen zu verhindern.
Bepflanzung
Pflanzen werden vom Payara ignoriert, weshalb eine dichte Bepflanzung weder erforderlich noch empfehlenswert ist. Robuste Randbepflanzung kann zur Strukturierung dienen, muss aber gut befestigt sein. Offene Flächen und klare Sichtachsen entsprechen dem natürlichen Habitat am besten.
Das Futter für Hundezahnsalmler
Als echter Räuber ernährt sich der Hundezahnsalmler in der Natur fast ausschließlich von Fischen. Im Aquarium kann er schrittweise an tiefgefrorenes Fischfilet, Garnelen, große Insektenlarven und Futterfische (sofern erlaubt) gewöhnt werden. Die Akzeptanz für Frostfutter ist bei gut eingewöhnten Tieren hoch. Fütterung sollte gezielt und sparsam erfolgen.
Geschlechtsunterschiede
Äußerlich lassen sich männliche und weibliche Tiere nur schwer unterscheiden. Weibchen erscheinen meist etwas fülliger, besonders während der Laichzeit, aber eine sichere Bestimmung ist nur anhand innerer Merkmale oder durch Zuchtbeobachtung möglich.
Die Zucht von Hydrolycus scomberoides
Über erfolgreiche Nachzuchten in Aquarien ist bislang nichts bekannt. In der Natur laichen die Tiere vermutlich während der Regenzeit im offenen Freiwasser. Das Fehlen geeigneter Reizbedingungen, verbunden mit dem Platzbedarf und der fehlenden Geschlechtsunterscheidung, macht eine Aquarienzucht derzeit unrealistisch.
Die Endgröße von Hundezahnsalmlern
In freier Wildbahn können Payaras eine Länge von über 100 cm erreichen. Im Aquarium bleibt die Endgröße meist deutlich darunter – etwa 60 bis 80 cm. Eine artgerechte Pflege und angepasste Ernährung ermöglichen eine Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren bei stabilen Bedingungen.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Eine Haltung mit Garnelen ist vollständig auszuschließen. Sowohl Zwerggarnelen als auch größere Arten werden vom Payara zuverlässig als Nahrung betrachtet. Aufgrund seines Jagdverhaltens sind alle kleineren Aquarienbewohner gefährdet.
| Temperaturbereiche: | Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
|---|
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.