Schlammspringer, Periophthalmus barbarus
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Schlammspringer, Periophthalmus barbarus
| Deutscher Name: | Schlammspringer |
| Wissenschaftlich: | Periophthalmus barbarus |
| Synonyme: | Westafrikanischer Schlammspringer, Gobius barbarus, Boleophthalmus barbarus |
| Herkunft: | Westafrika – Mangroven, Brackwasserzonen und Gezeitenbereiche |
| Lebensweise: | Semi-aquatisch, amphibisch, kletterfreudig, tagaktiv |
| Haltungsform: | Aquaterrarium mit großem Landbereich und flachem Wasser |
| Mindestgröße des Aquaterrariums: | 100x50x50 cm (LxBxH) für eine Gruppe |
| Wasserwerte: | süß bis leicht brackig, pH 7,5 - 8,5, mittelhart |
| Temperatur: | 25-30° C |
| Bodengrund: | Feuchter Sand oder Schlick, Klettermöglichkeiten |
| Futter: | Lebend- und Frostfutter, kleine Krebstiere, Insekten |
| Maximale Größe: | bis zu 25 cm |
Lebensraum und Verhalten des Schlammspringers
Der Schlammspringer stammt aus den Mangrovenwäldern Westafrikas, wo er in den Gezeitenzonen von Brackwassergebieten lebt. Diese faszinierenden Fische sind perfekt an das Leben zwischen Wasser und Land angepasst. Sie haben spezialisierte Kiemenkammern, in denen sie sauerstoffreiches Wasser speichern, um auch außerhalb des Wassers atmen zu können. Zusätzlich nehmen sie Sauerstoff über ihre feuchte Haut und die Mundschleimhaut auf. Ihr Verhalten ist äußerst aktiv: Sie klettern auf Wurzeln, erkunden ihre Umgebung und zeigen ein territoriales Verhalten gegenüber Artgenossen. Entgegen früherer Aussagen kann Periophthalmus barbarus auch dauerhaft im reinen Süßwasser gehalten werden. Tatsächlich sind sie in der Natur überwiegend in Süßwasserbereichen anzutreffen.
Die richtige Haltung im Aquaterrarium
Schlammspringer benötigen ein speziell eingerichtetes Aquaterrarium mit einem großen Landbereich und einem flachen Wasserteil. Der Landanteil sollte mindestens 70 % der Fläche ausmachen, während das Wasserbecken nicht tiefer als 10 cm sein sollte. Eine Gruppenhaltung ist möglich, allerdings müssen ausreichend Verstecke und Sichtbarrieren vorhanden sein, um Rangordnungskämpfe zu minimieren. Das Wasser sollte mittelhart, süß bis leicht brackig sein mit einem pH-Wert zwischen 7,5 und 8,5. Die Temperatur sollte konstant zwischen 25-30° C liegen. Eine UV-Beleuchtung ist empfehlenswert, da Schlammspringer gerne Sonnenplätze aufsuchen.
Gestaltung des Landbereichs
Der Landbereich sollte aus feuchtem Sand oder Schlick bestehen, damit die Tiere ihre natürlichen Grab- und Kletterverhalten ausleben können. Klettermöglichkeiten wie Wurzeln, Steine oder Mangrovenholz werden gerne genutzt. Der Untergrund sollte stets leicht feucht gehalten werden, um das Austrocknen der Tiere zu verhindern.
Fütterung: Was frisst der Schlammspringer?
Schlammspringer sind Fleischfresser und jagen aktiv kleine Krebstiere, Insekten und Würmer. Im Aquaterrarium kann man sie mit Frostfutter wie Artemia, Krill und Mückenlarven sowie mit kleinen Insekten wie Heimchen oder Mehlwürmern füttern. Lebendfutter regt ihr natürliches Jagdverhalten an und sorgt für Beschäftigung. Pflanzliche Nahrung wird nicht verwertet und sollte nicht angeboten werden.
Geschlechtsunterschiede
Männliche Schlammspringer sind größer und besitzen auffälligere Kopfstrukturen als die Weibchen. Während der Paarungszeit zeigen die Männchen intensivere Färbungen und verteidigen ihr Revier aggressiv gegenüber Konkurrenten.
Die Zucht von Periophthalmus barbarus
Die Nachzucht von Schlammspringern ist herausfordernd, da sie spezielle Bedingungen benötigen. Die Weibchen legen ihre Eier in Höhlen im feuchten Sand ab, die vom Männchen bewacht werden. Die Jungtiere schlüpfen nach wenigen Tagen und durchlaufen eine aquatische Larvenphase, bevor sie ihre typische Lebensweise annehmen.
Die Endgröße und Lebenserwartung
Der Schlammspringer kann bis zu 25 cm groß werden und erreicht in Gefangenschaft eine Lebenserwartung von etwa 5-10 Jahren. Eine artgerechte Haltung mit viel Platz, Struktur und regelmäßigem Wasserwechsel trägt wesentlich zur Gesundheit der Tiere bei.
Nice-to-Know: Ein Fisch, der springen kann
Schlammspringer sind außergewöhnlich gute Springer und können aus dem Stand über 30 cm weit springen. Sie nutzen ihre kräftigen Brustflossen, um sich auf dem Land fortzubewegen, und wirken dabei fast wie kleine Reptilien. Aufgrund ihrer ausgeprägten Kletterfähigkeiten ist eine ausbruchsichere Abdeckung des Terrariums dringend erforderlich!
| Temperaturbereiche: | Warm (24-26°C) - heizen |
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1 Bewertung
1. Dezember 2024 16:29
Alles super
Zwei bestellt, zwei gesunde und gut verpackte Tiere bekommen. Da ich ein 750 Liter Becken für sie habe, werde ich nun eine Gruppe bestellen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.