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Westafrikanischer Lungenfisch, Protopterus annectens Nigeria, 15-20 cm

Luftatmung möglich

Kann atmosphärischen Sauerstoff über eine Lunge aufnehmen und verwerten

Übersteht Trockenphasen

Gräbt sich bei Wassermangel ein und überlebt monatelang in Schleimhülle

Groß und urtümlich

Wird bis 100 cm lang und gehört zu den ältesten bekannten Fischlinien

Nur Einzelhaltung ratsam

Sehr territorial und frisst Mitbewohner, daher unbedingt alleine halten

Westafrikanischer Lungenfisch, Protopterus annectens Nigeria, 15-20 cm


Auf einen Blick: Westafrikanischer Lungenfisch, Protopterus annectens Nigeria
Deutscher Name: Westafrikanischer Lungenfisch
Wissenschaftlich: Protopterus annectens Nigeria
Synonyme: Afrikanischer Lungenfisch
Herkunft: Westafrika, insbesondere Nigeria
Gesellschafts-Aquarium: nicht geeignet
Wasserwerte: weich bis mittelhart, pH 6,0 - 7,5
Temperatur: ca. 24-30° C
Beckengröße: ab 200 cm
Bepflanzung: optional, robuste Pflanzenarten empfehlenswert
Futter: Carnivore; Frostfutter wie Fischfilet, Muschelfleisch, Insektenlarven
Geschlechts-Unterschiede: kaum äußerlich erkennbar
Zucht möglich: im Aquarium nahezu unmöglich
Maximale Größe: bis zu 100 cm
Liefergröße: ca. 15-20 cm
Mit Garnelen verträglich: nicht empfehlenswert
Im Detail: Westafrikanischer Lungenfisch, Protopterus annectens Nigeria

Herkunft des Westafrikanischen Lungenfischs (Protopterus annectens Nigeria)

Der Westafrikanische Lungenfisch (Protopterus annectens Nigeria) ist ein faszinierender Vertreter der urtümlichen Knochenfische und stammt aus den Süßgewässern Westafrikas, insbesondere aus Flusssystemen in Nigeria. Er bewohnt langsam fließende oder stehende Gewässer mit schlammigem oder sandigem Untergrund und dichter Ufervegetation. Typisch für sein natürliches Habitat sind stark schwankende Umweltbedingungen mit wechselnden Wasserständen, auf die der Lungenfisch durch seine Fähigkeit zur Luftatmung ideal angepasst ist. Seine langgestreckte, schlangenartige Körperform und die extrem dünnen, fadenförmigen Brust- und Bauchflossen verleihen ihm ein außergewöhnliches Aussehen. Die Färbung ist meist grau-braun mit dunkleren Flecken, wodurch er gut getarnt durch das Bodensubstrat gleitet. Diese Art zählt zu den wenigen Fischen, die regelrecht "überleben können", wenn das Wasser austrocknet: In der Trockenzeit gräbt er sich ein und überlebt in einer Schleimhülle monatelang in einer Art Sommerschlaf. Protopterus annectens ist ein echter Solitär und lebt in freier Natur wie auch im Aquarium meist zurückgezogen.

Westafrikanischer Lungenfisch vergesellschaften

Eine Vergesellschaftung des Westafrikanischen Lungenfischs ist nicht zu empfehlen. Diese Art ist einzelgängerisch, zum Teil territorial und frisst kleinere Fische oder Wirbellose ohne Zögern. Selbst ähnlich große Mitbewohner werden oft als potenzielle Nahrung betrachtet oder im Revierkampf verletzt. Aufgrund seiner robusten Natur, seiner versteckten Lebensweise und seines speziellen Fressverhaltens sollte Protopterus annectens stets alleine gehalten werden.

Passende Wasserparameter

Der Westafrikanische Lungenfisch kommt mit weichem bis mittelhartem Wasser gut zurecht. Der pH-Wert sollte im leicht sauren bis neutralen Bereich liegen, also zwischen 6,0 und 7,5. Die Wasserqualität sollte trotz der Robustheit der Art regelmäßig kontrolliert werden, da verschmutztes Wasser auch bei widerstandsfähigen Fischen langfristig zu Problemen führen kann.

Haltungstemperatur

Die ideale Haltungstemperatur liegt zwischen 24 und 30 °C. Eine konstante Wärme fördert die Vitalität und das natürliche Verhalten dieses urtümlichen Fisches. Bei zu niedrigen Temperaturen wird er träge und kann krankheitsanfällig werden.

Die Beckengröße für Protopterus annectens Nigeria

Für die Haltung dieses großen Einzelfisches ist ein Aquarium mit mindestens 200 cm Länge erforderlich. Der Bodengrund sollte aus feinem Sand oder abgerundetem Kies bestehen, damit sich das Tier problemlos eingraben kann. Wurzeln, Röhren oder große Steine bieten zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten. Wichtig ist eine abgedeckte Aquarienoberfläche, da der Lungenfisch ein geschickter Luftatmer ist und regelmäßig an die Oberfläche kommt.

Bepflanzung

Eine Bepflanzung ist grundsätzlich möglich, sollte aber auf robuste Arten wie Anubias, Javafarn oder Cryptocorynen beschränkt bleiben. Da der Lungenfisch gerne gräbt, können Pflanzen leicht beschädigt werden – sie sollten gut gesichert oder in Pflanzkörben untergebracht werden. Alternativ kann das Becken auch eher spartanisch gestaltet sein, solange ausreichend Verstecke vorhanden sind.

Das Futter für Westafrikanische Lungenfische

Protopterus annectens ist ein reiner Fleischfresser. Gefüttert wird mit Frostfutter wie Fischfilet, Muschelfleisch, Mysis, Krill oder Insektenlarven. Auch gefriergetrocknete Futtertiere oder hochwertige Carnivoren-Pellets werden gern angenommen. Da der Fisch eine eher ruhige Fressweise hat, sollte das Futter in Bodennähe angeboten werden. Lebendfutter ist möglich, aber aufgrund des Jagdverhaltens nur eingeschränkt empfehlenswert.

Geschlechtsunterschiede

Äußerliche Geschlechtsunterschiede sind bei dieser Art kaum erkennbar. In der Regel sind Männchen etwas schlanker und länger, während Weibchen oft einen rundlicheren Körperbau aufweisen. Eine eindeutige Bestimmung ist jedoch meist nur durch Beobachtung während der Fortpflanzung oder durch Untersuchung möglich.

Die Zucht von Protopterus annectens Nigeria

Die Zucht dieser Art ist im Aquarium bislang nicht gelungen. In der Natur findet die Fortpflanzung während der Regenzeit statt, wenn der Wasserstand steigt. Männchen bauen kleine Nester, in die das Weibchen die Eier ablegt. Aufgrund der komplexen Umweltbedingungen ist eine Nachzucht im Heim-Aquarium nahezu unmöglich.

Die Endgröße von Westafrikanischen Lungenfischen

Protopterus annectens kann eine stattliche Länge von bis zu 100 cm erreichen. In der Aquaristik bleiben viele Exemplare kleiner, je nach Haltungsbedingungen meist um die 60–80 cm. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege deutlich über 10 Jahren – einige Tiere erreichen sogar ein Alter von 20 Jahren oder mehr.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Eine Vergesellschaftung mit Zwerggarnelen ist absolut nicht empfehlenswert. Aufgrund seiner räuberischen Natur betrachtet der Lungenfisch Garnelen als willkommenen Snack. Selbst ausgewachsene Garnelen sind für ihn keine Herausforderung und werden zuverlässig gefressen.

Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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