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Augenflecken-Trugschilderwels, L36, Ancistomus spilomma sp. RIO ARAGUAIA

Feines Punktkleid

Feine helle Punkte überziehen den Körper und lassen das Muster hervortreten

Auffallende Flossen

Breit gezeichnete Flossen fallen sofort auf und prägen die Bewegung am Boden

Aufwuchsverwerter

Raspelt Aufwuchs von Holz und Steinen ab und ergänzt die tägliche Fütterung

Wiedererkennbares Verhalten

Entwickelt über Jahre feste Routinen und bleibt als Tier gut wiedererkennbar

Augenflecken-Trugschilderwels, L36, Ancistomus spilomma sp. RIO ARAGUAIA


Auf einen Blick: Augenflecken-Trugschilderwels L36, Ancistomus spilomma Rio Araguaia
Deutscher Name: Augenflecken-Trugschilderwels
Wissenschaftlich: Ancistomus spilomma
Synonyme: L36, Spotted Ancistomus, Spotted Pleco, Ancistomus sp. Rio Araguaia
Herkunft: Südamerika – Brasilien, Rio-Araguaia-System
Gesellschafts-Aquarium: gut geeignet mit ruhigen, bodenorientierten Arten
Wasserwerte: weich bis mittelhart, pH ca. 6,0–7,2
Temperatur: ca. 24–28 °C
Beckengröße: ab 100 cm Kantenlänge
Bepflanzung: randständig, robust, mit freien Bodenflächen
Futter: Omnivor; Aufwuchs, pflanzliche Kost, Frost- & Lebendfutter
Geschlechts-Unterschiede: bei adulten Tieren erkennbar
Zucht möglich: ja, Höhlenbrüter mit Brutpflege
Maximale Größe: bis etwa 12–13 cm
Liefergröße: ca. 5–10 cm
Mit Garnelen verträglich: bedingt, größere Arten möglich
Im Detail: Augenflecken-Trugschilderwels L36, Ancistomus spilomma Rio Araguaia

Herkunft des Augenflecken-Trugschilderwelses (Ancistomus spilomma)

Der Augenflecken-Trugschilderwels (Ancistomus spilomma, L36) stammt aus dem weit verzweigten Rio-Araguaia-System in Zentralbrasilien, einem Nebenflusskomplex des Tocantins. Dort bewohnt er klare bis leicht angetrübte Flussabschnitte mit sandigem bis steinigem Untergrund, durchzogen von Geröllfeldern, Wurzeln und flach ausgewaschenen Felsplatten. Die Strömung ist meist moderat, lokal aber deutlich spürbar, besonders entlang der Uferzonen und in engeren Flusspassagen. Sonnenlicht fällt oft gefiltert durch überhängende Vegetation auf den Gewässergrund und erzeugt wechselnde Licht-Schatten-Zonen, in denen sich diese bodennah lebenden Welse bevorzugt aufhalten.
Auffällig ist die kontrastreiche Zeichnung: Auf dem dunkelbraunen bis olivfarbenen Grund erscheinen helle Punkte und augenähnliche Flecken, die dem Augenflecken-Trugschilderwels seinen Namen verleihen. Diese Zeichnung wirkt im Aquarium besonders plastisch, vor allem auf dunklem Bodengrund und zwischen natürlichen Strukturen. Als Vertreter der Familie Loricariidae ist die Art hervorragend an das Leben am Substrat angepasst. Sie haftet sich mit ihrem Saugmaul an Steinen und Wurzeln fest, weidet Aufwuchs ab und nutzt Höhlen als Rückzugsorte. Dieses ruhige, zielgerichtete Verhalten überträgt sich auch ins Aquarium, wo der L36 schnell als strukturgebundener, gelassener Dauerbewohner wahrgenommen wird.

Augenflecken-Trugschilderwels vergesellschaften

Im Gesellschaftsaquarium zeigt sich Ancistomus spilomma als friedlicher, zurückhaltender Mitbewohner. Gut geeignet sind ruhige Salmler, kleinere bis mittelgroße Buntbarsche mit ähnlichen Wasseransprüchen sowie andere bodenorientierte Arten, sofern ausreichend Verstecke vorhanden sind. Gegenüber Artgenossen kann es bei Platzmangel zu Revierverhalten kommen, weshalb mehrere Höhlen und klare Sichtbarrieren wichtig sind. Mit ausreichender Strukturierung bleibt das Zusammenleben jedoch entspannt und stabil.

Passende Wasserparameter

Der Augenflecken-Trugschilderwels bevorzugt weiches bis mittelhartes Wasser mit einem leicht sauren bis neutralen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,2. Wichtig ist eine gleichbleibend hohe Wasserqualität mit guter Sauerstoffversorgung. Regelmäßige Teilwasserwechsel und eine zuverlässige Filterung unterstützen die natürliche Aktivität und sorgen dafür, dass sich die Tiere dauerhaft wohlfühlen.

Haltungstemperatur

Ein Temperaturbereich von 24 bis 28 °C entspricht den Bedingungen des natürlichen Lebensraums. In diesem Spektrum zeigt der L36 ein aktives, aber nicht hektisches Verhalten. Konstante Temperaturen fördern Fressverhalten, Farben und langfristige Vitalität.

Die Beckengröße für Ancistomus spilomma

Für adulte Tiere empfiehlt sich ein Aquarium ab 100 cm Kantenlänge. Die Einrichtung sollte aus Steinen, Wurzeln und mehreren Höhlen bestehen, die sowohl Rückzug als auch Revierstruktur bieten. Ein sandiger bis feiner Kiesboden ist ideal, da er dem natürlichen Substrat entspricht. Freie Bodenflächen wechseln sich am besten mit dicht strukturierten Zonen ab, um natürliche Bewegungsmuster zu ermöglichen.

Bepflanzung

Die Bepflanzung sollte sich auf robuste Arten konzentrieren, die vorzugsweise auf Wurzeln oder Steinen befestigt werden. Geeignet sind beispielsweise Bolbitis, Microsorum oder fest verwurzelte Cryptocorynen in Randbereichen. Freie Bodenflächen bleiben bewusst unbepflanzt, damit der Wels sein natürliches Such- und Ruheverhalten ausleben kann.

Das Futter für Augenflecken-Trugschilderwelse

Als Omnivore nehmen die Tiere eine breite Palette an Nahrung an. Aufwuchs und pflanzliche Bestandteile spielen eine wichtige Rolle, ergänzt durch hochwertiges Welsgranulat, Frostfutter wie Artemia oder Mysis sowie gelegentliches Lebendfutter. Eine abendliche Fütterung kommt dem natürlichen Aktivitätsrhythmus entgegen.

Geschlechtsunterschiede

Geschlechtsunterschiede sind bei Jungtieren nicht erkennbar. Erst bei adulten Exemplaren zeigen Männchen meist kräftigere Odontoden im Kopf- und Brustbereich sowie ein etwas breiteres Erscheinungsbild. Eine sichere Unterscheidung ist jedoch erst bei ausgewachsenen Tieren möglich.

Die Zucht von Ancistomus spilomma

Die Art gehört zu den Höhlenbrütern. Die Eiablage erfolgt in engen Spalten oder speziellen Welsröhren. Das Männchen übernimmt die Bewachung der Eier und der frisch geschlüpften Larven. Stabile Wasserwerte, gute Sauerstoffversorgung und geeignete Höhlen sind entscheidend für einen erfolgreichen Brutverlauf.

Die Endgröße vom Augenflecken-Trugschilderwels

Der Augenflecken-Trugschilderwels erreicht eine Endgröße von etwa 12 bis 13 cm. Unter guten Haltungsbedingungen liegt die Lebenserwartung bei rund 10 bis 12 Jahren. In einem gut strukturierten Aquarium entwickelt sich die Art zu einem langlebigen, konstant präsenten Bewohner mit ausgeprägtem Wiedererkennungswert.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Kleine Zwerggarnelen können als Nahrung angesehen werden. Größere Garnelenarten wie Amanogarnelen werden hingegen meist ignoriert. Schnecken stellen in der Regel kein Problem dar und können gut mit dem Augenflecken-Trugschilderwels vergesellschaftet werden.

Telefon: Aquaristik: Anforderung aktueller Fischfotos und Videos per WhatsApp: 016099209130.
Temperaturbereiche: Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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