Zitronenbuntbarsch, Amphilophus citrinellus
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Zitronenbuntbarsch, Amphilophus citrinellus
| Deutscher Name: | Zitronenbuntbarsch |
| Wissenschaftlich: | Amphilophus citrinellus |
| Synonyme: | Midasbuntbarsch, Cichlasoma citrinellum (veraltet) |
| Herkunft: | Nicaragua – Nicaraguasee und angrenzende Flusssysteme |
| Gesellschafts-Aquarium: | nicht geeignet |
| Wasserwerte: | mittelhart bis hart, pH 6,8–8,2 |
| Temperatur: | ca. 24–30 °C |
| Beckengröße: | ab 150 cm, mit Sandboden, Steinaufbauten und starker Filterung |
| Bepflanzung: | nicht möglich – Pflanzen werden ausgerissen oder zerstört |
| Futter: | allesfressend, Frostfutter, Cichlidensticks, Gemüseanteile |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen größer, mit Stirnbuckel und längeren Flossen |
| Zucht möglich: | ja, mit aggressiver Revierverteidigung |
| Maximale Größe: | bis 35 cm, Weibchen kleiner |
| Liefergröße: | ca. 5–8 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | nicht geeignet |
Herkunft des Zitronenbuntbarschs (Amphilophus citrinellus)
Der Zitronenbuntbarsch (Amphilophus citrinellus), auch als Midasbuntbarsch bekannt, stammt aus dem Nicaraguasee und umliegenden Gewässern Mittelamerikas. In freier Wildbahn lebt die Art in ufernahen Zonen mit steinigem Untergrund, Wurzeln und teils starker Strömung. Die natürlichen Populationen zeigen meist eine graubraune Färbung mit dunkler Zeichnung. Die namensgebende zitronengelbe Farbform ist eine Zuchtvariante, die besonders durch ihre Leuchtkraft und Kontraste auffällt. Der Zitronenbuntbarsch ist aufgrund seines starken Revierverhaltens, seiner imposanten Erscheinung und der ausgeprägten Brutpflege ein klassischer Vertreter der großen mittelamerikanischen Cichliden.
Zitronenbuntbarsche vergesellschaften
Amphilophus citrinellus ist territorial, dominant und nicht für Gesellschaftsaquarien geeignet. Auch bei Paarhaltung ist das Becken groß und strukturiert zu planen. Nur mit ähnlich robusten, großwüchsigen Arten ist eine Vergesellschaftung unter Bedingungen möglich. Kleine oder schwache Fische werden attackiert oder getötet. Während der Brutpflege zeigt das Paar ein besonders intensives Verteidigungsverhalten mit klarer Revierabgrenzung.
Passende Wasserparameter
Der Zitronenbuntbarsch bevorzugt hartes Wasser mit pH-Werten von 6,8 bis 8,2. Eine Temperatur zwischen 26 und 30 °C unterstützt das Wohlbefinden und die Reproduktionsbereitschaft. Eine hohe Filterleistung, gute Sauerstoffversorgung und regelmäßige Wasserwechsel sind essenziell. Große Volumenpuffer helfen, die biologische Belastung zu kontrollieren.
Haltungstemperatur
Optimal ist eine Temperatur von 26–28 °C. Für Zuchtansätze kann sie auf 29–30 °C erhöht werden. Kurzzeitige Abweichungen sind bei dieser robusten Art unproblematisch. Wichtig ist eine konstante Grundtemperatur über 25 °C.
Die Beckengröße für Amphilophus citrinellus
Aufgrund der Größe, Revierbildung und Aggressivität ist ein Aquarium ab 150 cm Länge mit mindestens 600 Litern erforderlich. Wichtig sind robuste Steinaufbauten, Sichtschutz und möglichst unempfindliche Einrichtungselemente. Die Tiere graben intensiv, verschieben Dekoration und akzeptieren keine Pflanzen. Höhlenstrukturen und stabile Reviergrenzen helfen, das Verhalten zu lenken.
Bepflanzung
Eine Bepflanzung ist praktisch ausgeschlossen. Selbst robusteste Pflanzen werden ausgegraben, beschädigt oder ignoriert. Die Einrichtung sollte aus Steinen, Röhren, Wurzeln oder keramischen Elementen bestehen, die gut fixiert sind. Dunkler Bodengrund kann Farben und Verhalten positiv beeinflussen.
Das Futter für Zitronenbuntbarsche
Amphilophus citrinellus ist ein Allesfresser mit Schwerpunkt auf tierischem Protein. Frost- und Lebendfutter (Mückenlarven, Krill, Muschelfleisch), Cichlidensticks und spezielle Großcichlidenpellets sind ideal. Ergänzend kann weichgekochtes Gemüse oder Spirulina gefüttert werden. Eine abwechslungsreiche, proteinbetonte Ernährung fördert Vitalität und Farben.
Geschlechtsunterschiede
Männchen werden deutlich größer, zeigen spitz ausgezogene Flossen und häufig einen Stirnbuckel. Weibchen sind rundlicher, kleiner und oft kräftiger gefärbt. Während der Brutpflege zeigen beide Geschlechter ein intensives Revierverhalten und lassen sich gut unterscheiden.
Die Zucht von Amphilophus citrinellus
Die Zucht ist problemlos möglich. Das Brutpaar wählt meist einen Stein oder eine flache Mulde zur Eiablage. Die Brutpflege ist intensiv und beinhaltet das Umsetzen der Larven sowie eine aktive Jungtierführung. Die Verteidigung des Reviers ist in dieser Zeit extrem ausgeprägt. Eine Separierung ist meist nötig, um andere Aquarienbewohner zu schützen. Jungfische nehmen Artemia-Nauplien oder feines Staubfutter an.
Die Endgröße von Zitronenbuntbarschen
Männchen erreichen unter Aquarienbedingungen bis zu 35 cm Länge, Weibchen bleiben meist unter 25 cm. Die Tiere sind sehr langlebig und können bei guter Pflege über 10 Jahre alt werden. Aufgrund ihrer Größe, Kraft und Revierdominanz sind sie ausschließlich für erfahrene Halter mit großem Becken geeignet.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Eine Haltung mit Garnelen oder Wirbellosen ist ausgeschlossen. Diese werden als Futter angesehen und sofort gefressen. Der Zitronenbuntbarsch ist ein Einzel- oder Paarpflegling für Spezialbecken mit robuster Technik, starker Struktur und großem Volumen.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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1 Bewertung
24. September 2025 15:25
Alles super !
Ich habe acht Fische bestellt. Alle kamen putzmunter und gut verpackt an. Gerne wieder !
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.