Waben-Schilderwels L165, Pterygoplichthys gibbiceps, ca. 18,0-26,0 cm
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Waben-Schilderwels L165, Pterygoplichthys gibbiceps, ca. 18,0-26,0 cm
| Deutscher Name: | Waben-Schilderwels L165 |
| Wissenschaftlich: | Pterygoplichthys gibbiceps |
| Synonyme: | Segel-Schilderwels, Leoparden-Segelschilderwels, Gibbiceps-Wels, Sailfin Pleco |
| Herkunft: | Mittleres und oberes Amazonas- und Orinokobecken in Südamerika |
| Gesellschafts-Aquarium: | Am besten einzeln; mit robusten Freiwasserfischen meist gut verträglich |
| Wasserwerte: | pH 6,0–8,0, Gesamthärte etwa 5–19 °dGH |
| Temperatur: | 23–27 °C |
| Beckengröße: | Dauerhaft etwa 600–800 Liter, mit großer Grundfläche |
| Bepflanzung: | Robuste, gut befestigte Pflanzen; zarte Arten werden leicht beschädigt |
| Futter: | Pflanzenbetontes Sinkfutter, Gemüse, Aufwuchs und etwas tierische Kost |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich schwer zu unterscheiden, bei Jungtieren kaum zuverlässig |
| Zucht möglich: | Bank- und Höhlenbrüter; im Heimaquarium nur schwer nachstellbar |
| Maximale Größe: | Etwa 45–50 cm Gesamtlänge |
| Liefergröße: | ca. 18,0-26,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Adulte Großgarnelen nur bedingt; Garnelennachwuchs deutlich gefährdet |
Herkunft von Waben-Schilderwels L165 (Pterygoplichthys gibbiceps)
Der Waben-Schilderwels stammt aus dem tropischen Südamerika. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile des mittleren und oberen Amazonas- sowie des Orinokobeckens und erstreckt sich über Regionen in Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Peru und Venezuela. Die Typuslokalität liegt am oberen Rio Negro bei Marabitanas im brasilianischen Amazonasgebiet. Die im Handel verwendete Bezeichnung L165 wird mit dieser Rio-Negro-Form verbunden, kennzeichnet jedoch keine eigenständige Art. Pterygoplichthys gibbiceps bewohnt bodennahe Bereiche großer Flusssysteme, ruhigere Uferzonen, Nebenarme und zeitweise überflutete Landschaften. Dort weidet der Wels Aufwuchs von Holz, Steinen und anderen festen Oberflächen ab und sucht besonders in der Dämmerung nach verwertbarer Nahrung. Wurzeln, unterspülte Ufer und dunkle Rückzugsplätze bieten tagsüber Schutz. Zur Fortpflanzung nutzen diese Harnischwelse lange Brutröhren in weichen Uferbänken. Obwohl die Art zeitweise auch sauerstoffärmere Lebensräume tolerieren kann und zusätzlich Luft aufnehmen kann, sollte daraus keine Anspruchslosigkeit für die Aquarienhaltung abgeleitet werden. Im Aquarium profitiert sie deutlich von sauberem, sauerstoffreichem Wasser, kräftiger Filterung und regelmäßigen Wasserwechseln.
Vergesellschaftung
Pterygoplichthys gibbiceps ist kein Schwarmfisch und wird im Aquarium am unkompliziertesten einzeln gepflegt. Gegenüber Fischen der mittleren und oberen Wasserzonen verhält sich ein gut eingewöhntes Tier häufig ruhig. Passende Mitbewohner sollten jedoch robust, nicht zu klein und an ähnliche Temperaturen gewöhnt sein. Gegenüber anderen großen Harnischwelsen kann es an Höhlen, Wurzeln oder Futterplätzen zu deutlichem Revierverhalten kommen. Mehrere Exemplare benötigen deshalb außergewöhnlich viel Bodenfläche, voneinander getrennte Unterstände und eine genaue Beobachtung. Enge Verhältnisse erhöhen das Konfliktrisiko erheblich. Sehr zarte Bodenfische sowie langsame, empfindliche Arten sind keine ideale Gesellschaft für diesen kräftigen und raumgreifenden Wels.
Passende Wasserparameter
Die Art kann innerhalb eines vergleichsweise breiten Bereichs gepflegt werden. Bewährt haben sich ein pH-Wert von etwa 6,0 bis 8,0 und eine Gesamthärte von ungefähr 5 bis 19 °dGH. Wichtiger als das Anstreben eines einzelnen Idealwertes sind stabile Bedingungen, geringe Schadstoffbelastung und regelmäßige, ausreichend große Wasserwechsel. Aufgrund der Körpergröße und der entsprechend hohen Futter- und Kotmenge ist eine leistungsstarke biologische und mechanische Filterung unverzichtbar. Eine gute Oberflächenbewegung und zusätzliche Strömung sorgen für eine zuverlässige Sauerstoffversorgung. Auch wenn der Wels bei Sauerstoffmangel Luft aufnehmen kann, ersetzt dies keine gute Wasserhygiene.
Haltungstemperatur
Ein Temperaturbereich von 23 bis 27 °C eignet sich für die dauerhafte Haltung. Werte um 24 bis 26 °C lassen sich mit vielen geeigneten südamerikanischen Begleitfischen kombinieren. Dauerhaft sehr hohe Temperaturen beschleunigen den Stoffwechsel und erhöhen zugleich den Sauerstoffbedarf. Deshalb sind bei warmem Wasser eine kräftige Belüftung, gute Oberflächenbewegung und eine sorgfältige Kontrolle der Wasserqualität besonders wichtig. Plötzliche Temperaturschwankungen sollten vermieden werden.
Beckengröße
Der Waben-Schilderwels erreicht eine Gesamtlänge von ungefähr 45 bis 50 cm und benötigt dauerhaft ein sehr großes Aquarium. Als vorsichtige Untergrenze sind je nach Beckenmaßen etwa 600 bis 800 Liter anzusetzen; eine Länge um 200 cm und eine Tiefe von mindestens 60 bis 70 cm sind deutlich praxisgerechter als ein hohes, aber schmales Becken. Entscheidend ist eine großzügige Grundfläche, auf der sich das Tier wenden und zwischen mehreren Unterständen bewegen kann. Das Aquarium muss mit schweren, standsicher aufgebauten Wurzeln und geräumigen Höhlen strukturiert werden. Dekorationen dürfen nicht untergraben oder umgestoßen werden können. Exemplare in der angebotenen Größe von 18 bis 26 cm sollten bereits in ein entsprechend langfristig geplantes Großaquarium einziehen.
Bepflanzung
Eine Bepflanzung ist möglich, muss aber an die Kraft und Größe des Welses angepasst werden. Beim nächtlichen Umherziehen können lockere Pflanzen ausgegraben, geknickt oder verschoben werden. Gut geeignet sind robuste Aufsitzerpflanzen wie Anubias oder Javafarn, die fest auf großen Wurzeln oder Steinen befestigt werden. Auch kräftige, tief verwurzelte Pflanzen können funktionieren, sollten jedoch mit Steinen vor dem Freilegen geschützt sein. Zarte Blätter werden gelegentlich angefressen, besonders wenn pflanzliche Zusatznahrung fehlt. Freie Bodenflächen und breite Laufwege sollten erhalten bleiben. Große Wurzeln dienen als Sichtschutz, Ruheplatz und Weidefläche für natürlichen Aufwuchs.
Futter
Der Waben-Schilderwels ist ein pflanzenbetont fressender Allesfresser. Algen und Aufwuchs gehören zur natürlichen Nahrung, reichen in einem gepflegten Aquarium aber keinesfalls als alleinige Versorgung aus. Geeignet sind große sinkende Wels- und Spirulinatabletten, pflanzliche Granulate sowie überbrühtes oder beschwertes Gemüse wie Zucchini, Kürbis, Gurke und Blattgemüse. Ergänzend darf gelegentlich eine kleine Portion tierischer Nahrung angeboten werden, beispielsweise hochwertige sinkende Mischpellets, Frostfutter oder Krebstierfutter. Eine dauerhaft sehr eiweißreiche Ernährung ist nicht sinnvoll. Am besten wird kurz vor oder nach dem Ausschalten der Beleuchtung gefüttert. Futterreste sollten zeitnah entfernt werden, damit das stark belastete Wasser nicht zusätzlich beeinträchtigt wird.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter lassen sich äußerlich nur schwer und meist erst bei ausgewachsenen Tieren unterscheiden. Erfahrene Halter beurteilen unter anderem Körperform und Genitalpapille: Bei Männchen kann diese stärker hervortreten, während sie bei Weibchen eher flach anliegt. Solche Merkmale sind jedoch subtil und ohne direkten Vergleich nicht zuverlässig. Rundlicher Körperbau oder unterschiedliches Revierverhalten allein reichen für eine sichere Geschlechtsbestimmung nicht aus. Bei Jungtieren und mittelgroßen Verkaufstieren sollte deshalb grundsätzlich keine verbindliche Geschlechtszuordnung vorgenommen werden.
Zucht
In der Natur gräbt das Männchen eine lange Röhre in weiche Uferbänke. Dort werden die zahlreichen Eier abgelegt und anschließend vom Männchen bewacht. Dieses Fortpflanzungsverhalten lässt sich in einem normalen Heimaquarium kaum naturgetreu nachbilden. Vermehrungen erfolgen eher in großen Warmwasserteichen oder spezialisierten Zuchtanlagen; auch künstlich eingeleitete Nachzuchten sind dokumentiert. Für private Aquarien ist Pterygoplichthys gibbiceps daher nicht als einfach zu züchtender Höhlenbrüter einzustufen. Sehr viel Platz, geeignete Grabstrukturen, passende saisonale Reize und ein harmonierendes adultes Paar wären grundlegende Voraussetzungen.
Endgröße
Für Pterygoplichthys gibbiceps ist eine maximale Gesamtlänge von etwa 50 cm belegt. Viele Aquarientiere erreichen ungefähr 40 bis 50 cm und entwickeln dabei einen massigen Körper sowie eine besonders hohe, segelartige Rückenflosse. Die häufig klein angebotenen Jungtiere wachsen bei guter Fütterung zügig und bleiben nicht an die Größe ihres Aquariums angepasst. Ein zu kleines Becken hemmt keine gesunde Endgröße, sondern führt zu eingeschränkter Bewegung, schlechter Wasserqualität und erhöhtem Stress. Die spätere Körpergröße muss deshalb bereits vor dem Kauf vollständig eingeplant sein.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Der Waben-Schilderwels ist kein spezialisierter Garnelenjäger, sucht als opportunistischer Allesfresser jedoch nachts gründlich den Boden und feste Oberflächen ab. Große, gesunde Amanogarnelen können in einem sehr geräumigen, strukturreichen Aquarium mit vielen engen Rückzugsorten mitunter unbehelligt bleiben. Eine Garantie besteht angesichts der kräftigen Größe und des breiten Nahrungsspektrums nicht. Kleine Zwerggarnelen, frisch gehäutete Tiere und insbesondere Garnelennachwuchs können versehentlich oder gezielt mit aufgenommen werden. Zusätzlich kann der Wels Garnelen an Futterstellen verdrängen und leichte Dekorationen verschieben. Für ein Zucht- oder Artaquarium mit Garnelen ist L165 daher nicht geeignet.
| Telefon: | Aquaristik: Anforderung aktueller Fischfotos und Videos per WhatsApp: 016099209130. |
|---|---|
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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1 Bewertung
20. Juni 2026 22:11
Einfach nur Klasse...
Termingerechte Lieferung, sehr gut verpackt, Tiere sind lebend und gesund angekommen. Die Welse haben sofort nach dem Einsetzen angefangen Algen abzuraspeln. Kaufe gerne wieder bei Interaquaristik. Beste Grüße Klaus Jeltsch
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.