Weißpunkt-Fliegerharnischwels, L235, Pseudolithoxus anthrax, 6-9 cm
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Weißpunkt-Fliegerharnischwels, L235, Pseudolithoxus anthrax, 6-9 cm
| Deutscher Name: | Weißpunkt-Fliegerharnischwels |
| Wissenschaftlich: | Pseudolithoxus anthrax (L235) |
| Synonyme: | L235, White Spot Fliegerwels, Flacher Harnischwels |
| Herkunft: | Venezuela, Río Ventuari (Orinoco-Zufluss) |
| Gesellschafts-Aquarium: | gut geeignet |
| Wasserwerte: | weich bis mittelhart, pH ca. 5,8 - 7,4 |
| Temperatur: | ca. 26-30° C |
| Beckengröße: | ab 100 cm |
| Bepflanzung: | sparsam, mit Sandboden, Steinen und Wurzeln |
| Futter: | omnivor; Pellets, Algen, Frostfutter, Gemüse, Aufwuchs |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen mit breiterem Kopf und stärkeren Flossenstrahlen |
| Zucht möglich: | bisher nicht gelungen |
| Maximale Größe: | bis zu 10 cm |
| Liefergröße: | ca. 6-9 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | ja, sehr gut geeignet |
Herkunft des Weißpunkt-Fliegerharnischwelses (Pseudolithoxus anthrax, L235)
Der Weißpunkt-Fliegerharnischwels (Pseudolithoxus anthrax, L235) stammt aus dem Río Ventuari, einem Zufluss des Orinoko in Venezuela. Er bewohnt dort klar strömende, sauerstoffreiche Flussabschnitte mit felsigem Untergrund. Der flache, aerodynamische Körperbau sowie die kräftig ausgebildeten Brust- und Bauchflossen sind typische Anpassungen an das Leben in starker Strömung. Die schwarzbraune Grundfarbe mit gleichmäßig verteilten weißen Punkten verleiht dem L235 ein elegantes Erscheinungsbild. Aufgrund seiner anspruchsvolleren Haltung wird er seltener angeboten – ist jedoch eine sehr interessante Art für etwas erfahrenere Aquarianer.
Weißpunkt-Fliegerharnischwels vergesellschaften
L235 ist sehr ruhig und gut mit anderen friedlichen Fischen und Garnelen vergesellschaftbar. Aufgrund seiner scheuen Natur sollte er mit ebenso zurückhaltenden Arten gehalten werden. Revierverhalten ist kaum ausgeprägt, jedoch benötigt er feste Rückzugsorte. Welshöhlen, Spalten und strömungsarme Schattenbereiche werden aktiv genutzt.
Passende Wasserparameter
Pseudolithoxus anthrax benötigt sauberes, gut gefiltertes Wasser mit stabilen Werten. Ideal sind Temperaturen zwischen 26 und 30 °C sowie ein pH-Wert von 5,8 bis 7,4. Wichtig sind eine hohe Sauerstoffsättigung und eine leichte bis mittlere Strömung.
Haltungstemperatur
Die ideale Temperatur für L235 liegt bei 26 bis 30 °C. Eine konstante Wärme trägt zur Vitalität und zum natürlichen Verhalten bei. Der Fliegerharnischwels liebt warme, sauerstoffreiche Bedingungen und reagiert empfindlich auf Temperaturschwankungen.
Die Beckengröße für Pseudolithoxus anthrax (L235)
Ein Aquarium ab 100 cm Länge mit feinem Sandboden, Felsplatten, Wurzeln und strukturreichen Rückzugsorten ist Voraussetzung. Die Tiere halten sich bodennah in Spalten und unter Steinen auf. Eine Kombination aus freier Fläche und dunklen Verstecken bietet optimale Bedingungen für stressfreies Verhalten.
Bepflanzung
Der Weißpunkt-Fliegerharnischwels ist pflanzenverträglich, bevorzugt aber offene Zonen und schattige Verstecke. Robuste Arten wie Anubias oder Bucephalandra, am besten aufgebunden auf Wurzeln oder Felsen, ergänzen die Einrichtung sinnvoll. Schwimmpflanzen helfen dabei, Licht zu dämpfen und natürliche Schattenzonen zu schaffen.
Das Futter für Weißpunkt-Fliegerharnischwelse
L235 ist ein Allesfresser mit Schwerpunkt auf Aufwuchs, Algenbelägen, Gemüse und proteinreichem Welsfutter. Er nimmt auch Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis) in kleinen Mengen gut an. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit hohem Rohfaseranteil und pflanzlichen Pellets ist zu empfehlen. Die Tiere fressen meist nachts oder in der Dämmerung.
Geschlechtsunterschiede
Männchen sind kräftiger gebaut, besitzen einen breiteren Kopf und zeigen längere Flossenstrahlen sowie ausgeprägtere Odontoden an Brustflossen und Körperflanken. Weibchen sind rundlicher und wirken insbesondere zur Laichzeit deutlich fülliger.
Die Zucht von Pseudolithoxus anthrax (L235)
Die Nachzucht von L235 ist im Aquarium bislang kaum dokumentiert. Vermutlich handelt es sich um Höhlenbrüter mit Brutpflege durch das Männchen. Entscheidend sind optimale Wasserqualität, geeignete Bruthöhlen, eine ruhige Umgebung und langjährige Haltererfahrung. Berichte über erfolgreiche Nachzuchten sind äußerst selten.
Die Endgröße von Weißpunkt-Fliegerharnischwelsen
Pseudolithoxus anthrax erreicht eine Endgröße von etwa 10 cm. Damit bleibt er relativ klein und eignet sich gut für strukturierte Becken ab 100 cm Länge. Bei guter Pflege, konstanter Wasserqualität und hochwertiger Ernährung kann der Weißpunkt-Fliegerharnischwels ein Alter von 10 Jahren oder mehr erreichen.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Der L235 kann gut mit Zwerggarnelen vergesellschaftet werden. Dank seiner ruhigen Art und des fehlenden Jagdtriebs stellt er für Garnelen keine Gefahr dar. In gut strukturierten Becken mit Pflanzen und Höhlen funktioniert die Kombination problemlos.
| Temperaturbereiche: | Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.